Der ganze Raum hat nach Hobelspänen, frischem Holz gerochen. Wunderbar dekoriert und gestaltet war unser Büro bereit für interessierte ZuhörerInnen. Baumstämme, Nussbaumpflanzen, Holzherzen in Bearbeitung, Fotos und verschiedene Holzspäne zum Riechen und Herauszufinden, zu welchem Holz sie gehören. Schade kamen die spannenden Erzählungen einer grossen Herzenssache und Leidenschaft nicht einem grösseren Publikum zu teil.

Sibylle erzählte uns, wie sie selber zu der Leidenschaft Holz kam. Sie schenkte uns auch den Mut, unsere Herzenssache zu hören und diese zu leben. Sie zeigte uns, dass Leidenschaft für etwas viel Gewinn abwirft, nicht mit Franken und Münzen, sondern mit Zufriedenheit, Dankbarkeit, etwas weitergeben zu können. Mit der Natur, dem Baum respektvoll und würdevoll umzugehen, war ebenso eine wohltuende Weisheit. Sibylle verglich das Werden eines Baumes mit dem Werden eines Menschen, das Sterben eines Baumes, mit dem Sterben eines Menschen.

Wir durften wieder einen reich beschenkten Abend erleben.

Unsere Anlässe, Abende ein- bis zweimal im Jahr, organisieren wir genau aus dieser Überzeugung: Leidenschaft, Wissen und Erfahrung teilen, mitteilen lässt alle beschenkt nach Hause gehen, hinterlässt Spuren für unseren Alltag,

Wir freuen uns, wenn Du/Sie das nächste Mal mit dabei sind. Es lohnt sich!


Ein Gesprächsraum, in dem man sich über Tod, Abschied, Sterben, Ängste und Wünsche austauschen kann. Ein Kaffee mit wertvollen Gesprächen.

 

Diese Treffen haben Wolfgang Weigand, Theologe und Erwachsenbildner und Carla Soldato, Erwachsenenbildnerin und Supervisorin ins Leben gerufen. Viermal pro Jahr laden sie in den Lokalitäten der Bar Dimensione, Winterthur zu spannenden Auseinandersetzungen mit verschiedenen Referentinnen und Referenten ein.

Belorma wurde am 15. September 2019 eingeladen, zu erzählen warum das „Wie“ des Abschiedes so wichtig ist.

Gespannt und auch etwas nervös reisten wir also mit dem Zug diesem Abenteuer entgegen. Was und wer erwarten uns? Wie viele Personen hören zu? Wie kommt das, was wir zu erzählen haben, an? Mitten durch die Altstadt, hin zur Neustadtgasse 25, traten wir in ein gemütliches Lokal ein.

Eine Bar, ein paar Tische mit Stühlen, mit herzlichem Empfang der Veranstalter. Es kamen bis zu 30 Personen, meist solche, die an allen Daten des Café Goodbye teilnehmen, aber auch einige, die das erste Mal da waren.

Wir erzählten von unserer Philosophie, von uns als Belorma-Frauen, von Erfahrungen, von Möglichkeiten, die man beim Versterben eines Menschen hat, von dem Wie, von den Angeboten an Bestattungs- und Abschiedsformen………. Und wir standen einen Morgen lang einem sehr interessierten, offenen Publikum gegenüber. Spannende Fragen tauchten auf, eigene Erfahrungen wurden präsent und vieles konnte angesprochen und ausgetauscht werden.

„Danke für diese wertwollten Ausführungen“ und „Ich nehme viel Wertvolles mit nach Hause“, um einige der spontanen Rückmeldungen zu nennen.

 

Und wir reisten reich beschenkt mit dem Zug wieder heimwärts. Wie wichtig sind doch diese Räume, die Offenheit ermöglichen, Fragen zulassen, Austausch ermöglichen.

 

Liebe Carla, lieber Wolfgang – herzlichen Dank für die Einladung.


Unser Rosengarten ist zur selben Zeit wie Belorma entstanden. Gewachsen, gehegt und gepflegt jedes Jahr,   ein besonderer Ort, ein Juwel – wie Belorma….. 

Die Rosen schenken durch ihre Farben und Düfte allen, die sie erhalten, grosse Freude.

Im Juni werden wir reich mit Blüten beschenkt. Gerne haben wir deshalb zum Rosen Gestecke machen eingeladen. Freude weiterschenken ist wunderbar!!!

In Buttisholz, wie in Root nahmen 2 bis 4 Personen teil.

Schaut – diese Kunstwerke sind an den Abenden entstanden – reich beschenkt und stolz auf das Gelungene gingen alle mit einzigartigem Blumengestecken nach Hause!

 

 

Wir werden wieder dazu einladen!

 


An verschiedenen Vor- und Nachmittagen durften wir mit den Mitarbeitenden von zwei Wohngruppen der SSBL, eine Schulung durchführen. Zu den Themen Sterbephase, Abschied nehmen, Pflege der verstorbenen Person, Kommunikation, eigene Endlichkeit konnten wir Inputs geben, wir haben zusammen diskutiert, es wurden viele Fragen gestellt. In diesen Momenten zeigt sich immer wieder, dass auch betreuende, pflegende Mitarbeiter/Innen sehr froh sind, um diese wichtige Weiterbildung. Wir als Bestatterinnen sehen unsere Aufgabe darin, möglichst wertvolle Informationen weiter zu geben, zu unterstützen und einen gegenseitigen Austausch zu ermöglichen. Es sind immer sehr bereichernde Begegnungen, dafür sind wir dankbar.

 

 



Für den 19. März 2019 wurden wir vom Frauenverein Schötz ins Pfarreiheim eingeladen. Über unsere Tätigkeit als Bestatterinnen berichten, dem Thema Endlichkeit, Sterben, Tod und Abschied ein Gesicht geben, war unsere Aufgabe.

Seit der Gründung von Belorma ist es ein Teil unseres Engagements, diese, teilweise schwierigen Gedanken in Wort zu kleiden, ihnen Raum zu verschaffen. Es dürfen an diesem Abend Fragen und  eigene Erfahrungen eingebracht werden. Wir sind offen für das, was entsteht, auch offen für Überraschungen. Der Vorstand des Frauenvereins hat mit 30, höchstens vierzig Personen gerechnet. Wir durften über sechzig Personen, bunt gemischt, begrüssen.

Die Übergänge zu den Themenbereichen wurden von Clownin Monika Stirnimann eindrücklich und nachvollziehbar in Szene gesetzt: gehetzt im Alltag, immer Hü und plötzlich ist alles anders; Die Traurigkeit und Stille, die Erinnerungen, wenn ein geliebter Mensch nicht mehr da ist; Wie stelle ich es mir vor, wenn ich auf meine letzte Reise gehe, was möchte ich unbedingt dabei haben.

Das Publikum lauschte konzentriert den Erzählungen der beiden Referentinnen und konnte viele Fragen stellen. Auch danach, beim gemütlichen Kaffee mit Kuchen waren noch viele in regem  Austausch miteinander. Für uns war es ein sehr eindrücklicher, gehaltvoller Abend! Von Herzen Dankeschön!


Beim, von mir begleiteten, speziellem Kafiträff, steht die persönliche Trauer im Vordergrund, egal wie weit sie zurück liegt. Ein äusserer Rahmen schafft ein Gefühl von Willkommen – und Gehalten – sein. Trauernde Menschen finden hier ein offenes Ohr, sie dürfen ihren Gefühlen Raum geben und treffen Menschen, die auf einem ähnlichen Weg sind. Ein Impulsgedanke seitens der Leitung und der Austausch mit anderen Betroffenen kann Mut machen und ermöglicht oft einen neuen Blickwinkel auf das Leben.

Wenn Sie kommen, dann werden Sie herzlich begrüsst. Sie haben Zeit, anzukommen, sich in den Räumlichkeiten umzuschauen und ein erstes Getränk zu sich zu nehmen. In einer gemeinsamen Austauschrunde denken wir über ein bestimmtes Thema nach, welches vielen Trauernden vertraut ist.

Bei den letzten Kafiträffs haben wir uns darüber ausgetauscht, wie wir mit Erinnerungen umgehen können, was uns hilft, wenn wir uns innerlich kalt und starr fühlen oder wie wir mit den verschiedenen Gefühlen umgehen möchten. Einige Teilnehmer erzählen gerne von ihren Erfahrungen, andere hören einfach nur zu. Immer hat die eigene Geschichte Platz in der Runde.

Im Anschluss an die Austauschrunde trinken wir gemeinsam einen Kaffee oder Tee und stärken uns mit frischem Brot oder Kuchen für den Heimweg. Dieses gesellige Miteinander stärkt das Gefühl, dass wir nicht alleine durch die Trauer gehen müssen und ermöglicht zudem, neue Kontakte zu knüpfen.

Der Kafiträff im Belorma ist für alle offen, unabhängig von Religion, Wertehaltung und momentaner Situation. Es hat auch immer Platz für Fragen oder Anregungen. Sie brauchen sich nicht anzumelden. Auch kostet der Kafiträff nichts – wer möchte, darf einen Unkostenbeitrag ins Kässeli legen.

Vielleicht möchten Sie bei einem der nächsten Kafitäffs gerne mit dabei sein. Die Daten sind auf der Homepage ersichtlich.

Wir freuen uns auf Sie!

Herzlich!

Simone Kuhn, Trauerbegleiterin

 


Bei Hudelwetter trafen wir uns alle in Luzern und machten uns auf den Weg zur Reuss bei der St. Karlibrücke. Wo gehen wir wohl hin, fragten sich alle. Und als wir uns bei Herrn Emmenegger in weisse Schürzen, Kopf- und Schuhbedeckung einpacken mussten, staunten die Belorma Frauen nicht schlecht. Mitten in der Stadt Luzern steht ein uraltes, noch immer professionell betriebenes Käselager: Sbrinz.

Es war richtig spannend und aufschlussreich, was uns der Herzkäser alles zu berichten hatte.

Eines ist klar: wir kaufen keinen Parmesan, Grano Padano, sondern nur noch Sbrinz wird in unseren Küchen Einzug halten. Der ist fein und kommt aus 26 Käsereien in der Innerschweiz!

 

Danach ging es zum Nachtessen und plaudern, austauschen und geniessen.

Es sassen 11 Frauen am Tisch – wir sind zu einem grossen, uns wertvollen und einzigartigem Team gewachsen. Belorma wird von allen Frauen, egal in welcher Intensität sie mitwirken, mit grossem Herz gelebt! Vielen Dank euch allen!


Lyrik lauschen, in Gedanken den Worten nachgehen, eintauchen in die Bilder, die entstehen.

So führte SilviaAnna Gut die 10 Anwesenden mit ihren Poesieworten in die eigene Welt und Erinnerungen. Nach drei  Gedichten zu je einem Thema vertiefte die ruhige Musik die Gedankenreise.

Für Belorma schrieb SilviaAnna ein Geschenkgedicht, das wir hier gerne weitergeben.

bin bote

ein erde engel

lachend leidend in

lichtundlust

ortlose

rucharufe aus

mondsternenmund

Alpha et omega

 

Vielen Dank, SilviaAnna, für den bereichernden, stimmigen Abend.

 

 


Sicher 20 Frauen und ein Mann fanden am Mittwochabend den Weg zu Belorma. Als erstes wollten alle die kunterbunt stehenden Stühle gerade richten. Nein, nein, schön so lassen und sich setzen, leitete Silvia Buob die Teilnehmenden an.

Ist es auch bequem so? Die einen sassen direkt vor der Wand, die anderen Rücken an Rücken oder sonst irgendwie quer im Raum.

In ihrem Leben trifft Silvia Buob immer wieder auf Ungeordnetes, das sie auffordert(E), damit zurecht zu kommen. Sie verteilte Haarschnälleli mit roter Schlaufe. Wenn wir uns während dem Abend mit dem was sie erzählt verbunden fühlten, unsere innere Stimme sagte: das kenne ich, so ist es mir auch schon ergangen, dann sollten wir uns das Spängeli ins Haar stecken.

Silvia erhält ihre Geschichten geschenkt, alle, wenn sie in der Natur unterwegs ist. Sie fallen ihr zu. Vertrauen haben, sich zutrauen, Dankbar sein, Freundschaften pflegen, lernen aus den schwierigen Momenten im Leben, Sehnsucht zu Fähigkeiten werden lassen, die Herzenswärme spüren und verschenken – das waren einige ihrer lebendigen Botschaften.

In den drei Büchern, die nicht nur für Kinderohren und Augen gemacht sind, berührt sie die Seelen.

Der Abend war fesselnd, lebendig und voller Energie – vielen Dank dir Silvia, vielen Dank dem Biblio-Team Root, vielen Dank allen, die sich Zeit zum Zuhören nahmen.